Wer heutzutage durch eine deutsche Großstadt spazieren geht, kann meist jahrhunderte architektonischer Geschichte ablesen.
Gerade in Deutschland sieht man immer häufiger historische Kontraste in den Innen und In- Vierteln der Städte. Da stehen aus heutiger Sicht gold überladene Barock Fassaden neben schlichten, grauen Betonquadraten der 80iger. Die Frage wieso man die deutschen Städte teils so verunstaltete bleibt wohl ungelöst. Sicher ist jedoch wer in denselben Stadtvierteln einmal um die Ecke sieht erkennt, dass man sich gerade in den letzten Jahren dazu entschloss, dem entgegen zu treten. So harmonisieren nun moderner Glasbau neben historischem Backstein oder gar an Gebäuden der Kaiserzeit. Und Glas ist es auch, das den Durchblick für die architektonischen Trends 2011 der Kreativen bringt.
Anstatt enger wenige oder künstlich beleuchteter Räume trifft man gerade in diesem Jahr auf großzügige Lichtbringer, wo man sie nicht erwartet hätte. Anstatt der Wand zum Garten wird gerne auch mal eine Panorama Glasscheibe eingesetzt. Diese passt dann nämlich auch zu dem neuen Panorama Dach, das den Esstisch gekonnt in Szene setzt. Wer bei Arbeiten zuhause mal Gedankenstau hat, kann ebenfalls mit einem einfachen Blick nach unten durch den gläsernen Fußboden in das Wohnzimmer neue Motivation zum schnelleren Feierabend finden. Doch breite Glasflächen and ungewöhnlichen Stellen sind längst nicht alles, was dieses Jahr zu bieten hat. So ungewöhnlich die Fundorte der durchsichtigen Sandschmelzungen so ungewöhnlich auch die Form der Gebäude, denen sie beiwohnen. Die klassischen Ecken haben ausgedient, denn der Mensch passt sich wieder seiner Natur bzw. seinem Umfeld an. Kurven, Erhöhungen oder frei hängende Räume klingen zwar unrealistisch und recht unkonventionell doch das ist worauf junge und kreative Architekten setzten (vgl. auch Entwürfe auf lifestyle-mag.com)
Die neuen Generationen haben sich verabschiedet von tristen, gewichtigen Farben in den Wohnzimmern. Denn diese zieren nun helle Holz und Ledermöbel oder gar bunte, peppige Farben. Und di Möbelstücke sind längst nicht mehr eingeständige Einrichtungsgegenstände. Man spricht von einem Gesamtbild. Der Esstisch zieht sich heute gerne mal aus der Wand S-förmig über eine Bühne aus dunklem Edelholz, die den Kontrast zu den hellweißen Stühlen stellt. Auch Architekten lassen sich diesen Trend gefallen und formen die Natur nach. Z- oder S- förmige Familienhäuser die sich in den Himmelzehen sind da keine Seltenheit. Es muss ausgefallen sein, es muss besonders und innovativ sein um bemerkt zu werden und zu gefallen. Dabei sollte man jedoch immer eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Denn das Gefühl entsteht unbestritten. Wer sich in seinem Haus gut eingebettet in das Stadtbild fühlt kann die eigenen Vierwände genießen.